Tradition die verpflichtet – 135 Jahre Sozialdemokratie in Neu-Isenburg
Seit 1874 der Sozialdemokratische Wahlverein in Neu-Isenburg gegründet wurde ist die SPD für die Stadt und Ihre Bürger vor Ort engagiert.
Die über 100 jährige Geschichte der Sozialdemokratie in Neu-Isenburg hat viele Gesichter. Wir wollen an dieser Stelle Ihrer politischen Arbeit und Ihrem Einsatz für Neu-Isenburg gedenken.
An dieser Stelle möchten wir auch allen Personen und Institutionen danken die mit der Zurverfügungsstellung von Fotos, Texten und Dokumenten diese Dokumentation möglich machten. Hier ist besonders Dr. Heidi Fogel, R. Schorch, K. Vey und der Stadt Neu-Isenburg zu danken.
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Das Buch "Neu-Isenburg – lebendig und erfolg-reich" gibt Ihnen einen umfangreichen Einblick in die Geschichte der SPD. Sie können es auf der Seite "Kontakt" bestellen.
Die Brüder Wilhelm und Ludwig Arnoul

Text: Dr. Heidi Fogel, Historikerin
Wilhelm Arnoul, geboren am 16.9.1893 und von Beruf Kaufmann, ist seit dem Beginn der Weimarer Republik SPD-Abgeordneter im Neu-Isenburger Gemeinderat. Nachdem Louis Benkert 1923 vorzeitig das Bürgermeisteramt niedergelegt hat, wird Wilhelm Arnoul der neue Kandidat der SPD für die Bürgermeister-Wahl im Juli 1924. [mehr]
Georg Koser (1875 - 1950)
Text: Dr. Heidi Fogel, Historikerin
Georg Koser ist kein Neu-Isenburger Urgestein. Er wird am 14. Januar 1875 in Nieder-Roden geboren und lebt dort bis zu seinem 39. Lebensjahr. Als gelernter Metallarbeiter schließt er sich 1896 im Alter von 21 Jahren der Gewerkschaft an. 1898 gehört er zu den Gründern des SPD-Ortsvereins Nieder-Roden, dem er ab 1902 vorsteht. [mehr]
Louis Kaspar Friedrich Benkert (1875 - 1944)
Louis Benkert wird am 20. September 1875 in Ostheim vor der Rhön geboren. Als Achtzehnjähriger kommt er nach Neu-Isenburg und engagiert sich bald darauf in der Arbeiterbewegung. 1902 wird er Geschäftsführer der zwei Jahre zuvor gegründeten "Neu-Isenburger Spar-, Konsum- und Produktionsgenossenschaft“. Der Konsum-Verein ist eine wichtige soziale Errungenschaft, denn er verschafft seinen meist einkommenschwachen Mitgliedern günstige Versorgungsmöglichkeiten durch gemeinschaftlichen Einkauf zu vorteilhaften Großkundenpreisen. Genossenschaftliche Vereinigungen sind in Neu-Isenburg zuerst aus der mittelständischen Handwerkerschaft heraus entstanden. [mehr]
Franziska Schorch (1877 - 1939) – Die erste Frau im Neu-Isenburger Gemeinderat
Text: Dr. Heidi Fogel, Historikerin
9. November 1918: Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft in Berlin die Republik aus. Die monarchische Staatsform in Deutschland hat ausgedient und wird durch die erste Demokratie in der deutschen Geschichte abgelöst. Noch am selben Tag proklamiert der „Hessische Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat“ in Darmstadt die „freie sozialistische Republik Hessen“. Der hessische Großherzog Ernst Ludwig wird abgesetzt. [mehr]
Gustav Jakob Freitag – Pionier der Arbeiterbewegung
Text: Dr. Heidi Fogel, Historikerin
Gustav Jakob Freitag wird am 25. Juli 1873 in Kassel geboren. In Neu-Isenburg tritt er erstmals 1896, also mit 23 Jahren, als Gewerkschaftler in Erscheinung. Damals wählen ihn die Neu-Isenburger Wäscherinnen zum Vorsitzenden ihrer Gewerkschaft, des „Allgemeinen Frauen- und Mädchenvereins“. Ein Jahr später organisiert dieser vordergründig unpolitische Verein einen der ersten Arbeiterinnenstreiks in Deutschland. Die Wäscherinnen und Büglerinnen kämpfen im Frühjahr 1897 erfolgreich um die Reduzierung ihrer bis zu 16stündigen Arbeitszeit und um die Erhöhung ihres kargen Lohns. [mehr]





